Donnerstag, 21. Juli 2011

21.Tag: In Tirano

Heute war unser großer Tag in Tirano.
Nach dem starken Wind gestern abend war es heute windstill und der Himmel tiefblau. Allerdings hatte es auch nur 9 Grad draußen. Einige Kinder haben ziemlich gefroren in der Nacht, da sie z.T. nur recht dünne Schlafsäcke dabei hatten. Immerhin sind wir hier wieder auf 1.000 m Höhe!

Sonnenaufgang über unserem Zelt     [Klick mich!]

Nach einem Müsli-Frühstück gingen wir zum Zug, um rechtzeitig unsere Termine in Tirano wahrnehmen zu können. Nach gefühlten 127 Kurven sind wir in Tirano angekommen.
Dort erwartete uns Andrea Gusmeroli, ein sympathischer, junger, englischsprechender Italiener aus Tirano, spontan, spritzig, immer zu Scherzen aufgelegt, eroberte er sofort die Herzen unserer Kinder (und der Frauen?). Er ist hier im Veltlin für Tourismus zuständig.

Andrea Gusmeroli in Aktion bei der Stadtführung     [Klick mich!]

Mit einer Zeitung wedelnd kam er uns am Bahnsteig entgegen. Freudestrahlend und ein wenig stolz zeigte er uns den Artikel in "La Provincia di Sondrio". Ragazzini a piedi dalle Alpi a Tirano, war die Űberschrift. Ein großer halbseitiger Artikel im Lokalteil.

Die Talander-Schule in der italienischen Zeitung     [Klick mich!]

Draußen erwartete uns eine Frau vom Tourismusbüro in Tirano, die uns freundlich auf Deutsch begrüßte und uns etwas von Tirano und dem Veltlin erzählte. Während eines kleinen Stadtbummels bekamen wir einige der Paläste Tiranos gezeigt.

 Jan, unser Kameramann, ist immer live dabei!     [Klick mich!]

Dann gingen wir zum Sindaco (Bürgermeister) von Tirano. Noch mehrere andere Herren stellten sich uns vor, auch zwei Damen von der Presse waren da.
Der Bürgermeister schilderte, wie beeindruckt er von unserer Unternehmung sei und dass er sich freue, dass wir gerade Tirano zum Endpunkt unserer Reise gewählt hätten. Er wollte auch von den Kindern hören, was sie so auf der Wanderung bewegt hätte.
Nach einem Gruppenfoto mit dem Bürgermeister bekamen wir noch viele Geschenke überreicht: Mehrere schöne Bücher über die Region, für jeden eine Medaille der Stadt, viel Informationsmaterial und für jeden noch ein T-Shirt. Beglückt über den großen Empfang zogen wir jetzt zur Pizzeria.

Vor dem Eingang zur Pizzeria     [Klick mich!]

Eine lange Tafel war schon für uns gedeckt. Es gab verschiedene einheimische Vorspeisen, eine Pizza für jeden, Nachtisch und viel zu trinken. Keiner schaffte jedoch zwei Pizzas.

Schon beim Nachtisch!     [Klick mich!]

Nach zwei Stunden verließen wir sehr gestärkt das Lokal.

Anschließend machten wir mit einem Touristen-Bähnli eine Rundfahrt durch die Stadt.

Auf Sightseeing-Tour in Tirano     [Klick mich!]

Bei der größten Sehenswürdigkeit Tiranos hielten wir an und stiegen aus: bei der Kirche der Madonna di Tirano. Ein großer Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert. Innen war die Kirche reich verziert und mit einer riesigen Orgel ausgestattet. Der Organist spielte uns zu Ehren eine Toccata von Bach! Auch der Priester der Kirche interessierte sich sehr für uns.

Alle freuen sich im Bähnle     [Klick mich!]

Stark beeindruckt von dem Interesse an uns fuhren wir mit dem Bimmelbähnchen wieder zum Bahnhof, wo die Rhätische Bahn schon auf uns wartete. Soviel Ehre ist uns zuteil geworden!

Nach einer herzlichen Verabschiedung von Andrea ging es dann wieder zum Campingplatz zurück. Das gute Wetter hatte sich inzwischen zurückgezogen und einem Regenschauer Platz gemacht. Trotzdem gingen einige im Lago ins Wasser. Mit anschließender Dusche ließ es sich aushalten.

Wir hatten kein Programm für den späteren Nachmittag gemacht und zum Abendessen gab es nur eine große Schüssel Pommes Frittes für alle. Jan interviewte uns dann. Leider gab es beim Ballspiel danach eine Schlägerei. Mühsam war dann die anschließende Schlichterei, aber es ging schon viel besser als letztes Mal.

Die Nacht im Zelt wird wieder kalt werden. Morgen müssen wir schon um 7.00 Uhr aufstehen, um den Zug um 9.00 Uhr zu erreichen.
Wenn alles klappt, sind wir dann um 15.45 Uhr in Wangen! Wir freuen uns auch schon, bald wieder zu Hause zu sein.

Ciao bis morgen!

Mittwoch, 20. Juli 2011

20. Tag: Auf nach Tirano!

Der Morgen in San Romero war ganz besonders. In der Nacht hatte es aufgehört zu regnen, es war kalt und ein kühler Wind wehte. Aber die Luft war ganz frisch und klar: alles war wie rein gewaschen, im Tal sah man die kleinen Häuschen, auf den Bergen den frisch gefallenen Schnee. Die kleine Kirche San Romerio schaute mit stillem Ernst übers Tal, die Zeiten überdauernd. Um 8.00 Uhr läutete die Kirchenglocke, von Hand bewegt, feierlich den Tag ein.

Das Frühstück war gut und reichhaltig.

Es fiel uns richtig schwer, uns von diesem Kraftort zu trennen. Gino, der Hüttenwirt, zeigte uns noch sein selbstgebautes Wasserkraftwerk, mit dem er den Strom für die Hütte erzeugt. Er erzählte uns auch, wie er die Alpe vor 15 Jahren von seinem Onkel übernommen hat und nach und nach, neben dem Almbetrieb mit Mutterkühen, immer weiter ausgebaut hat, so dass jetzt über 40 Gäste einen Schlafplatz finden und gut versorgt werden können.

San Romerio liegt seit Jahrtausenden an dem Weg nach Norden über den Berninapass. Kelten, Römer, Mönche zogen hier entlang, den sumpfigen, unwegsamen Talgrund meidend. Und heute? Es führen die Via Valtelina und die Via Alpina hier vorbei, immer noch auf dem einzigen Weg in der Höhe entlang.

Ginos Philosophie ist es, mit der Natur zu arbeiten, von ihr zu lernen, aus ihr Kraft zu schöpfen. Er fand auch, dass unsere Unternehmung  den Kindern Kraft geben könnte für ihr ganzes Leben! Bewegt bedankten wir uns für die freundliche Aufnahme in San Romerio.

Auf jeder Klassenfahrt ein Einzelbild am Schluss.

Portraitfotos fürs "Klassenfamilienalbum"

Auf Wald- und Wiesenwegen strebten wir jetzt Tirano entgegen, oft den alten Schmugglerpfaden zwischen Italien und der Schweiz folgend. Je tiefer wir kamen, desto wärmer wurde es auch. Waren es anfangs nur Nadelwälder, durch die wir wanderten, wurden sie schon bald von Laubwäldern mit vielen Eichen und Esskastanien abgelöst. Jetzt führte der Weg immer mehr durch Weinberge, wo der gute "Veltliner" angebaut wird. Auch Palmen, Feigen- und Kiwibäume sahen wir.

Blick auf Tirano und Bernina-Bahn. Die erste Palme!!!

Die Temperatur war von morgens 11 Grad auf 28 Grad angestiegen, so dass wir auf den steilen Wegen durch die ehemaligen Weinberge tüchtig ins Schwitzen kamen.

Wir nähern uns Tirano mit großen Schritten

Endlich hatten wir Tirano erreicht. Nach einem kleinen Stadtbummel an Bank und Eisdiele vorbei, schlenderten wir zum Bahnhof der Rhätischen Bahn. Allein die kurze Strecke bis nach Le Prese war sensationell. Die Kinder hingen ihre Köpfe zum Fenster hinaus, um alles mitzubekommen. Wir dürfen ja diese Strecke morgen noch zweimal fahren.

"Eine Zugfahrt, die ist lustig ... " besonders mit dem Bernina-Express

Auf dem Campingplatz erwarteten uns schon Lukas und Simon mit seinem Vater und wurden von allen freudig begrüßt.
In einer kurzen Runde blickte jeder auf die vergangenen drei Wochen zurück. Viele hatten es nicht für möglich gehalten, dass wir unser Ziel erreichen würden. Kälte, Nässe, Hunger und Streit waren am schwersten zu ertragen gewesen. Am schönsten waren die Naturerlebnisse auf den schmalen Wegen, Pässen und Gipfeln. Am meisten freuten sich alle auf das morgige Pizzaessen!

Der Lago di Poschiavo, jetzt auf Augenhöhe!

Jetzt ging's ans Zeltaufbauen und Einkaufen fürs Abendessen. Mangels Kochutensilien gab es Grillwürste mit Brot. Da es schon spät geworden war, gingen wir bald in unser großes Zelt. Wieder eine ganz andere Erfahrung.

Abendessen auf dem Zeltplatz. Wir haben es geschafft!

Es wehte ein starker, kühler Nordwind. Der Himmel war sternenklar. Es wird kalt im Zelt werden! Aber auch das werden wir noch gut überstehen.

Morgen fahren wir mit dem Zug wieder nach Tirano, treffen uns mit Tourismus-Vertretern am Bahnhof, die uns auch eine kleine Stadtführung geben werden. Danach ist dann das Treffen mit Bürgermeister und Presse, bevor wir dann unsere wohlverdiente Pizza einnehmen können. Anschließend zurück zum Zeltplatz, eventuell Baden im See.

Dann bis morgen!

Dienstag, 19. Juli 2011

19. Tag: Zur San Romerio Hütte

Heute morgen auf der Marghera Hütte: Der Himmel ist freundlich, das Frühstück in Ordnung. Zum Glück schafften wir es im Speisesaal zu sein, bevor die andere Jugendgruppe mit ca. 110 dB lauter Musik im Gang aus ihren Träumen gerissen wurde. Anschließend tanzten sie draußen auch wieder zu Musik ihre Morgengymnastik. Für unsere Schüler an den Fenstern ein großes Erlebnis!

Dann wurde es etwas peinlich: Unser Bargeld reichte nicht mehr aus für die Bezahlung der Hütte! Wir kratzten alles zusammen, was wir Erwachsenen noch an Euros und Franken fanden. Es reichte immer noch nicht ganz. Nach etwas Stirnrunzeln erließ uns der Hüttenwirt den Rest, da er es auch nicht überwiesen haben wollte.

Heute ging es nur langsam vorwärts zum Pass di Malghera (2.542 m). Nach der gestrigen großen Anstrengung waren heute alle (auch die Erwachsenen) etwas müde. Am Lago di Malghera machten wir eine längere Rast. Trotz 12 Grad Außentemperatur wagte Thomas den Sprung ins noch kältere Wasser! Wenigstens die Bewunderung der Mädchen war ihm sicher.

Weiter ging's zum Pass. Ein letzter Blick in Richtung des wolkenverhangenen Ortlers. Wir genossen den letzten Pass unserer Tour mit Blick auf die z.T. schneebedeckten Gipfel ringsum. Dann ging es ins Puschlav-Tal (Val Poschiavo). Bald sahen wir unten den Bernina-Express sich durchs Tal schlängeln. Weiter vorne tauchte der türkisgrüne Lago di Poschiavo auf, an dessen Ende sich ja unser Campingplatz befindet.

Lago di Poschiavo

Weiter ging es ziemlich eben immer am Berghang entlang, meistens im Wald, gut 2 Stunden lang. Dann öffnete sich plötzlich der Wald und wir sahen das ganze Tal entlang bis nach Tirano!!!

Der erste Blick auf Tirano!

Vor Freude sprangen wir in die Höhe, umarmten und beglückwünschten uns. Das Ziel liegt jetzt greifbar nahe!

Von der Alpe San Romerio, zu der auch eine kleine uralte Kapelle hoch oben über dem Tal gehört, sieht man auch bis nach Tirano.

San Romerio hoch über dem Tal. Vor über 1000 Jahren erbaut!

Die Hütte ist sehr urig, mit italienischem Flair. Bevor wir unseren ersten Kakao bestellten, klärten wir mit dem sehr netten Hüttenwirt, dass wir die Rechnung überweisen würden.

Alpe San Romerio, unsere Hütte

Die Kinder fühlten sich hier gleich sehr wohl. Wir schlafen wieder alle unterm Dach in einem großen Lager. Bald nachdem wir angekommen waren, fing es wieder an zu regnen. Wir hoffen natürlich alle, dass es bis morgen besser wird.

Um 19 Uhr gab es dann Abendessen: Salatteller, Gulasch mit Polenta (das erste Mal auf unserer Tour) und gedünstetem Gemüse und hinterher noch einen Pudding-Nachtisch. Alles sehr lecker. Die Polenta wurde in einem großen Kupferkessel direkt über dem Feuer gekocht!

Nach Gitarrenliedern, Tagebuchschreiben und Spielen ging es dann ins Lager. Inzwischen hatte es zu regnen aufgehört. Unten im Tal sah man das hell erleuchtete Tirano liegen.
Morgen wollen wir dorthin laufen, 4 Stunden und 1.400 Höhenmeter abwärts, unsere letzte Etappe!

Herr Jütersonke kommt derweil mit Simon und Lukas zum Campingplatz.
Ciao, bis morgen!

Montag, 18. Juli 2011

18. Tag: Zur Malghera Hütte (I)

In der Nacht gab es plötzlich einen gewaltigen Donnerschlag - und alle standen senkrecht im Bett. Ein Gewitter hatte sich zusammengebraut und geballt auf einmal entladen! Danach war dann wieder Ruhe, nur der Regen prasselte aufs Dach. Wie sollte das nur morgen werden?

Morgens hörte der Regen dann auf, aber die Wolken hingen sehr tief zwischen den Bergen.
Das Hüttenfrühstück bestand aus Müsli, Kakao, Brot, Marmelade und Käse. Als wir dann immer mehr Brot für unser Vesper verlangten, mussten wir dafür 10 Franken extra bezahlen. Leider sind die Schweizer Hütten für uns fast unerschwinglich: Halbpension kostet für Kinder 49 Franken, für Erwachsene 58 Franken, Duschen 5 Franken und das bei einem Wechselkurs, der immer mehr gegen 1:1 geht. Letztendlich haben wir 850 € bezahlt, die teuerste Hütte von allen, auf denen wir bisher waren! Mehr als doppelt so viel wie auf anderen Hütten, die für uns auch mal einen Sonderpreis gemacht haben!

Die Konkurrenz ist mit Lamas unterwegs!

Wir sind dann schon um 9.15 Uhr aufgebrochen. Der Regen hatte aufgehört, ab und zu konnte man die frisch verschneiten Bergspitzen sehen! Der Weg wird wohl nur wenig begangen, denn nur bei größter Konzentration konnten wir den weiteren Pfad finden. Es ging stetig steil aufwärts: 700 Höhenmeter!

Neugierig, wer da vorbeikommt

Wir sind inzwischen so gut, dass wir die vorgegebenen Zeiten einhalten können: Nach 2 Stunden hatten wir den Pass da Sach (2.731 m) erreicht. Leichter Schneefall, 6 Grad. Geschützt im Geröll machten wir Rast.

Auf dem Pass da Sach (2.731 m), Andrea verteilt Schokolade. 
Windstärke 5, Temperatur 6 Grad, leichter Schneefall.

Auf dem weiteren Weg wurde es dann bedeutend wärmer und die Sonne schien auch, bevor es dann am Nachmittag wieder für 2 Stunden leicht zu regnen anfing.

Auf der Südseite des Passes: Sonnenschein

Wir stiegen die ganze Zeit durch das Val di Sacco abwärts. Es gab auch einige Bäche zu überspringen, die jedoch wegen des Regens zu reißenden Bächen angeschwollen waren. Ein Kind allerdings sprang zu kurz - und landete bis zu den Hüften im Wasser!

Das große Haus rechts ist das Rifugio Malghera

Als wir zur Hütte kamen, gab es eine große Űberraschung: auf der Hütte war auch eine italienische Jugendgruppe mit 45 Jugendlichen! Den restlichen Nachmittag bis zum Abendessen verbrachten wir mit Spielen im Aufenthaltsraum.

Soweit, später geht's weiter!

Die Hütte ist auch eine religiöse Tagungsstätte. Die anderen Jugendlichen sind hier auf einer christlichen Freizeit und gingen auch in der nahe gelegenen Wallfahrtskirche zur Abendandacht. Sie hatten ihren eigenen Essraum und wir kamen gut miteinander aus.

In Italien wird Essen und Trinken doch ganz anders gepflegt: als Vorspeise (!) gab es Spaghetti Bolognese, als Hauptgericht Beefsteak oder Roastbeef mit Pommes Frites, dazu Tomatensalat. Zum Nachtisch verschiedene flache Kuchenstückchen (Torta). Dazwischen noch ein Stück Bergkäse.
Manche Erwachsenen konnten zu einem Gläschen Rotwein überredet werden. Danach Kaffee wer wollte. Alles serviert mit großer Herzlichkeit!

Nach diesem reichhaltigen Essen überkam uns schon bald die große Müdigkeit und zog uns ins Bett.

Leider haben sich die Raucher in unserer Klasse wieder Zigaretten organisiert und nutzten die Freiräume zum Rauchen aus. Schade, dass sie nicht drei Wochen ohne Rauch durchhalten wollten und schade auch, dass man jetzt immer wieder misstrauisch sein muss, wenn bestimmte Kinder nach draußen oder aufs Klo gehen.

Morgen geht es wieder über einen Pass (2.550 m) endgültig ins Puschlav-Tal in der italienischen Schweiz nach San Romerio.
Fünfeinhalb Stunden meinte der Hüttenwirt, das Wetter bliebe so wie heute: Vormittags schön, nachmittags Regen.
Bitte weiter Daumen drücken!

Ciao Amici!

Sonntag, 17. Juli 2011

17. Tag: Zur Saoseo-Hütte (CH)

Nach dem Frühstück auf der gemütlichen, frisch renovierten Federico-Hütte kam endlich die Familie von Dennis angefahren, die wir ja schon gestern erwartet hatten. Sie wollten gerne ihren Sohn besuchen und hatten uns auch einige wichtige Dinge mitgebracht: Waschmittel, Shampoo, Zahnpasta und etwas Süßes.

Da Lukas Fuß nach seiner Bänderzerrung einfach noch nicht in Ordnung war, nahm Fam. Bayar ihn wieder mit ins Allgäu, er kommt hoffentlich am Mittwoch mit Simon nach Tirano.

Abschied von Lukas und Familie Bayar

Auf breiten Wegen an der Val Viola Hütte und vielen Seen vorbei ging es zum Pass da Val Viola (2.489 m), unten sah man schon bald den malerischen Lagh da Val Viola  liegen. Nach einer knappen Stunde waren wir dort angelangt. Trotz Regen haben wir dort eine ganze Weile gerastet und mit Steinen und Wasser gespielt. Überhaupt sind auf unserer Wanderung Steine und Wasser ein immer wiederkehrendes Element, das gab es fast überall.

Fröhliche Stimmung am Lagha da Val Viola

Der See ist wundervoll umrahmt von vielen knorrigen Arvenbäumen, wie geschaffen um hier einen ganzen Nachmittag zu verbringen, aber leider regnete es und so zogen wir zur nahe gelegenen Saoseo Hütte.

Das Rifugio Saoseo

So früh waren wir noch nie an einer Hütte angelangt. Aber leider hatten die Teilnehmer des nahe gelegenen Pfadfinderlagers auch in der Hütte Zuflucht gesucht. Der Lärm war unerträglich, die Luft zum Schneiden und alle Sitzplätze besetzt. So suchten wir erst mal unsere Lagerplätze auf.

Leider flippte jetzt ein Kind aus und wollte mit dem nächsten Bus nach Hause fahren. Es dauerte Stunden bis es uns gelang, ihn davon zu überzeugen, die restlichen 5 Tage noch durchzuhalten. Die anderen spielten derweil unten Romme und tranken Kakao. Etwas schleppend verging der Nachmittag bis zum üppppigen Abendessen.

Danach versuchten die Kinder mit Jan an der Gitarre den Talander-Song zu schreiben.

Talander Songwriting

Wir wollen heute früh ins Bett, da der morgige Tag über den Pass da Sach (2.731 m) sicher wieder anstrengend wird. Hoffentlich hat der Regen bis morgen aufgehört und es haben sich die Wolken aus der Höhe verzogen.
Drückt uns die Daumen dafür!

Ciao!